⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa di San Giovanni Battista

📍 Andora, Ligurien · 44/100

Einige Jahre lang trug eine ganze Gemeinde den Namen dieser Kirche. Nach dem Ende der Republik Genua hieß die neue Munizipalität, die am 2. Dezember 1797 zum Departement Letimbro kam, San Giovanni d'Andora, ein Name, den sie von der alten gleichnamigen Pfarrkirche übernahm; erst mit dem Anschluss an das französische Kaiserreich und der Eingliederung in das Departement Montenotte erhielt das Gebiet den Namen Andora zurück. Die Kirche, die den Namen geliehen hatte, stammt aus dem 15. Jahrhundert und hat ihr Pfarrhaus bis heute an der Seite.

Sehenswertes

Die Kirche San Giovanni Battista steht am rechten Ufer des Merula, unweit der mittelalterlichen Brücke, in dem Kern, den die Bewohner von Andora für den ältesten der Gemeinde halten. Der Bau geht auf das 15. Jahrhundert zurück, das Pfarrhaus schließt unmittelbar an: eine ländliche Pfarranlage, keine Stadtkirche.

Wenige Schritte entfernt liegt die Brücke über den Merula: zehn Bögen, drei davon als Eselsrücken. Man nennt sie römische Brücke, doch errichtet wurde sie im Mittelalter über einem älteren Vorgängerbau, und sie diente der Straße, die vom Weiler Colla Micheri zur Burg der Clavesana hinaufführte. Den Hang hinauf folgt die Häusergruppe Confredi, ein Block alter Häuser, gebaut für die Leute, die hier die Ölterrassen bewirtschafteten.

Der Besuch

San Giovanni ist Hinterland, nicht Strand: Man verlässt Marina di Andora und fährt wenige Kilometer die Ebene des Merula hinauf. Zum Ortsteil gehören die kleineren Weiler Canossi, Confredi, Gumbasso und Stampino, alle zu Fuß erreichbar. Da es sich um eine genutzte Pfarrkirche handelt, richten sich die Öffnungszeiten nach den Gottesdiensten; Kirchplatz, Brücke und alte Häuser lassen sich zu jeder Stunde ansehen.

Tipp der Redaktion

Kommen Sie, wenn möglich, am 24. Juni. Zum Fest Johannes des Täufers richtet der Ort sein Patronatsfest mit einer Sagra auf dem Kirchengrund aus: lange Tische im Freien, Essen und Wein, und der Erlös bleibt in der Gemeinschaft. Sonst beginnt hier noch immer die Trasse der alten mittelalterlichen Straße nach Cervo: Man geht zwischen Olivenbäumen und begreift besser als von jeder Tafel, warum der Ort hier oben entstand und nicht am Ufer.

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