Die Tore der Burg schützte eine ungewöhnliche Vorrichtung: ein Turm außerhalb des Mauerrings, mit ihm durch einen gemauerten Steg verbunden, so dass die Verteidiger ihn erreichen und jeden von hinten treffen konnten, der auf den Eingang drückte. Ein Teil dieser Anlage steht noch. Der Rest ist die Geschichte von Noli, das nach einem Brand um 900 das Ufer verließ und sich hier oben neu aufbaute, auf dem Hügel, der steil ins Meer abfällt: 1004 nennt eine Urkunde den Ort bereits einen befestigten Borgo.
Sehenswertes
Auf dem Gipfel liegt der älteste Kern: ein hoher Rundturm, der Bergfried, umgeben von schweren Mauern und den Unterkünften der Besatzung. Der Bergfried gehörte zu einer früheren Befestigung, jener des ersten Noli auf der Höhe; auf ihren Ruinen wurde in der Zeit der Kommunen der Bau errichtet, den man heute sieht.
Von diesem Kern laufen zwei Mauerzüge hinab, über weite Strecken erhalten, die erst den ganzen Hügel und dann die Siedlung in der Ebene umschließen, also die heutige Altstadt. An den Flanken des Berges folgen entlang der abfallenden Mauern in regelmäßigen Abständen Rundtürme aufeinander. Die endgültige Form entstand um das 15. Jahrhundert und geht vor allem auf die Del Carretto zurück, die Lehnsherren von Noli: Burg und Mauerring gelten als eines der besterhaltenen Beispiele mittelalterlicher Wehranlagen im westlichen Ligurien.
Der Besuch
Man steigt zu Fuß von der Altstadt hinauf: Die Burg liegt oben auf dem Hügel, den die Mauern hinaufziehen, und der Aufstieg ist zugleich die beste Lesart der gesamten Befestigung, denn ein Rundturm nach dem anderen taucht auf und man begreift, wie der Ring den Berg fasste. Der Höhenunterschied ist kurz, aber stetig, der Untergrund auf den letzten Metern uneben. Nach dem Zugang zum inneren Bering fragt man am besten im Ort.
Tipp der Redaktion
Oben angekommen, wenden Sie sich zuerst landeinwärts, nicht zum Meer. Von dort oben überwachte die Besatzung auch die alte Römerstraße, die über die Höhen bei Voze führte und bis ins 18. Jahrhundert benutzt wurde: Dass die Burg in beide Richtungen blickte, zur Küste und zum Übergang, erklärt ihre Lage besser als jede Tafel. Steigen Sie danach den Mauern entlang in den Borgo hinab, ohne abzukürzen, denn die Mauern reichen bis zwischen die Häuser.
