Die älteste Kirche von Valleggia ist nicht die, die man bei der Ankunft sieht. Der ursprüngliche gotische Bau des Santissimo Salvatore steckt heute im Oratorium San Sebastiano, das auf der anderen Seite des Platzes steht und der Pfarrkirche direkt gegenüberblickt: 1771 erneuert, bewahrt es das alte Mauerwerk in seinen Wänden. Die beiden Baukörper stehen sich an den Enden desselben Platzes gegenüber und sind derselbe Kultort in zwei verschiedenen Zeitaltern.
Sehenswertes
Im Inneren hat die Pfarrkirche ein einziges Schiff, dicht dekoriert, mit vier Kapellen an den Flanken. In den Kapellen stehen Holzstatuen des 18. und 19. Jahrhunderts: Altar- und Prozessionsskulptur, der Andachtsbestand, den eine ligurische Pfarrei in zwei Jahrhunderten zusammengetragen hat.
Danach lohnt es sich hinauszutreten und sich umzudrehen. Im Oratorium, unter Putz und Umbauten, überdauert der gotische Bau, aus dem die Pfarrei hervorging: Den Übergang vom einen zum anderen liest man, indem man den Platz überquert, nicht indem man in einem einzigen Gebäude bleibt.
Der Besuch
Valleggia ist ein Ortsteil von Quiliano im unmittelbaren Hinterland zwischen Savona und Vado Ligure, und die Kirche ist Sitz der gleichnamigen Pfarrei im Vikariat Savona des Bistums Savona-Noli. Ein Denkmal mit Kasse ist das nicht: Es bleibt eine tätige Pfarrei, und die Gottesdienstzeiten sind der sicherste Moment, um die Türen offen zu finden. Der Platz vor der Fassade ist der einzige Punkt, von dem aus Kirche und Oratorium mit einem Blick zu erfassen sind.
Tipp der Redaktion
Wir raten, nicht an der Schwelle stehen zu bleiben. Gehen Sie die wenigen Schritte von der Pfarrkirche zum Oratorium, stellen Sie sich in die Mitte des Platzes und betrachten Sie die beiden Fassaden nacheinander: Das ist der schnellste Weg zu verstehen, warum der Santissimo Salvatore zwei Körper und nur eine Geschichte hat. Wer wenig Zeit hat, sollte wenigstens ein paar Minuten den Holzstatuen in den Seitenkapellen widmen, dem anschaulichsten Teil des Ganzen.
