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Monumento ai Caduti

📍 Vado Ligure, Ligurien · 43/100

Vier Bronzen, nicht eine einzelne Figur: Il Sacrificio, La Gloria, La Storia, La Vittoria. Das Gefallenendenkmal von Vado Ligure trägt die Signatur von Arturo Martini, einem der bedeutendsten italienischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, und stammt von 1926. Martini war kein Auswärtiger, den man für den Auftrag holte: im April 1921 hatte er Brigida Pessano aus Vado Ligure geheiratet und blieb jahrelang im Ort seiner Frau, wo er später Werkstatt und Haus einrichtete.

Sehenswertes

Die vier Bronzestatuen benennen ihr Programm schon in den Titeln: Das Opfer, Der Ruhm, Die Geschichte, Der Sieg. Die Namen gehören zur amtlichen Rhetorik, doch die Hand ist die Martinis, der in denselben Jahren die italienische Bildhauerei neu durchdachte und dabei von der Terrakotta und vom Archaischen ausging. Sehen Sie sich die Körper und den Faltenwurf an, bevor Sie die Inschriften lesen: dort misst man den Abstand zwischen einem Denkmal von der Stange und einem von echter Hand.

Wenige Schritte entfernt steht die Fortsetzung: das Denkmal für Arturo Martini selbst, eine Bronze von Roberto Bertagnin, seinem Schwiegersohn und Schüler. Bertagnin arbeitete nach einer stilisierten Skizze Martinis, die ursprünglich für ein Denkmal des Fliegers Arturo Ferrarin gedacht war. Der Ort hat dem Bildhauer also mit gleicher Münze zurückgezahlt, und die beiden Bronzen gehören zusammen gelesen: die eine bei einem Künstler bestellt, der hier zu Hause war, die andere zu seinem Gedenken geschaffen.

Der Besuch

Vado Ligure liegt an der Küste zwischen Savona und Bergeggi, an der Bahnlinie Genua-Ventimiglia, und ist eine Hafen- und Industriegemeinde: die beiden zylindrischen Schornsteine des Kraftwerks, rund 200 Meter hoch, sind kilometerweit zu sehen. Das Denkmal steht im Freien und ist jederzeit frei zugänglich. Das Bild vervollständigt das Museo Civico di Villa Groppallo, 1982 eröffnet, das römische Funde aus dem Grabungsgebiet von Vada Sabatia zeigt und eine Abteilung der zeitgenössischen Kunst und den Künstlern des Premio Vado widmet.

Tipp der Redaktion

Wir empfehlen das streifende Licht des späten Nachmittags: mittags wirkt die dunkle Bronze flach, im tief stehenden Licht kehren die scharfen Volumen zurück, die Martini suchte. Und nehmen Sie sich eine halbe Stunde mehr für die Villa Groppallo: zu wissen, dass der Bildhauer hier gelebt, gearbeitet und seine Terrakotten gebrannt hat, verändert den Blick auf die vier Figuren. Bleibt Zeit, so steht das Civico Museo archeologico Cesare Queirolo am Platz der Pfarrkirche San Giovanni Battista, geöffnet wird es aber nur ausnahmsweise: fragen Sie lieber vorher nach.

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