Das Wappen von Lavenone hat nie ein Verleihungsdekret gehabt, und es kursieren zwei verschiedene Fassungen davon. Der Historiker Ugo Vaglia beschrieb es 1961 so: oben ein goldener aufrechter Löwe auf Blau; unten ein Berg, und darüber ein goldener Stern mit acht Strahlen. Das Zeichen, das die Gemeinde tatsächlich auf ihre Papiere druckt und das in ihrem Statut steht, ist ein anderes: ein grüner Berg, ein goldener Stern mit sechs Strahlen und im Schildhaupt ein blauer Löwe auf silbernem Feld. Der Ort hat also zwei Bilder von sich, und kein Schriftstück, das sagt, welches der beiden das richtige ist.
Lavenone liegt am rechten Ufer des Chiese, wenig unterhalb des Idrosees, und sein Gebiet steigt bis Presegno ins Gebirge, das bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts eine eigene Gemeinde war. Der Ort erscheint unter den Gemeinden des Valle Sabbia schon im viscontischen Steuerkataster von 1385. 1853 hatte er wenig mehr als achthundert Einwohner und einen Gemeinderat ohne eigenes Amtslokal. Die Pfarrkirche San Bartolomeo apostolo, am Ende des achtzehnten Jahrhunderts gebaut, wurde 1840 geweiht. Und zwischen 1917 und 1931 gab es hier eine Straßenbahnhaltestelle: das letzte Stück jener Linie, von Vestone nach Idro, war im Ersten Weltkrieg aus militärischen Gründen gebaut worden, und nach dem Krieg beförderte es noch ein paar Jahre lang Leute, dann wurde es geschlossen.
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