Der Name kommt von einem langobardischen Brauch: wenn ein Krieger fern der Heimat fiel oder verschwand, richteten die Angehörigen eine pertica auf, eine Stange, gekrönt vom Abbild einer Taube, hingewandt zu dem Ort, an dem es geschehen war. Die Gemeinde als solche ist jung: sie entstand 1928 aus dem Zusammenschluss von Bel Prato, Livemmo und Navono, und heute hält sie sechs Ortsteile zusammen — Belprato, Lavino, Livemmo, Navono, Noffo und Odeno. Einer davon, Noffo, hat gar keine Kirche, und seine Bewohner hielten sich immer an die Pfarrkirche von Lavino. Belprato hieß bis 1863 einfach Prato, als ein königliches Dekret ihm das «Bel» voranstellte, um es von anderen gleichnamigen Gemeinden des Königreichs zu unterscheiden: ein Ort, dem man per Dekret ein Kompliment gemacht hat.
Lange vor der Gemeinde gab es die Universitas Perticae Vallis Sabbi, eine Einrichtung über den einzelnen Dörfern, sicher seit 1382 tätig und bis 1797 bestehend, die auch das heutige Gebiet von Pertica Bassa und die Orte Bisenzio und Presegno umfasste. Das heutige Wappen übernimmt nichts von den Emblemen der Gemeinden, die Pertica Alta gebildet haben — den Ochsen von Livemmo, die drei nebeneinandergestellten Grenzsteine von Navono, den aufgerichteten Löwen von Odeno — und ist stattdessen eine Abwandlung jenes, das sich die Gemeinde 1950 selbst gegeben hatte. Im Jahr 2022 wurde der Ortsteil Livemmo unter die vom nationalen Plan finanzierten Dörfer gewählt: die Region hielt ihn für den besten der zweiunddreißig lombardischen Vorschläge und zahlte ihm knapp zwanzig Millionen Euro aus.
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Außerhalb von Pertica Alta, aber als Ausflug gut erreichbar.
