Romanengo

Provinz: Cremona · Region: Lombardei · Einwohner: 3.021 · PLZ: 26014

Am Abend des elften Mai 1802 sank in den Brunnen der Gegend der Wasserspiegel, und es roch nach Schwefel; ein erster Stoß war gegen sechs zu spüren. Am nächsten Morgen, gegen halb zehn, kam der starke: das Erdbeben des Oglio-Tals, mit dem Epizentrum in der Nähe von Soncino, traf etwa zwanzig Ortschaften und war bis Lodi, Cremona und Brescia zu spüren. In Romanengo stürzte die Pfarrkirche ein und musste wenige Jahre später von Grund auf neu gebaut werden: die Kirche der Heiligen Giovanni Battista und Biagio, die man heute sieht, ist die Tochter jenes Morgens. Die Stöße dauerten bis zum vierundzwanzigsten Juni an.

Der Ort liegt auf dem Pianalto von Romanengo, einer erhöhten Terrasse mitten in der Ebene, in einem Land der Quelltöpfe: zusammen mit Casaletto di Sopra und Ticengo bildet er die lombardische Gemeindeunion der Fontanili, und das Gebiet durchzieht der Naviglio della Melotta, heute Naturschutzgebiet. Zwischen 1880 und 1931 führte hier die Straßenbahn Lodi-Crema-Soncino vorbei, mit einer Haltestelle im Ort. Dreitausendeinundzwanzig Einwohner in der Provinz Cremona.

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