Die Burg von Cassino Scanasio, in einigen Urkunden auch Burg von Rozzano genannt, ist ein Wehrbau mittelalterlichen Ursprungs im Ortsteil Cassino Scanasio. Ihr Ursprung ginge auf das 11. Jahrhundert zurück, als Urkunden erstmals ein befestigtes ländliches Gebäude namens «casinae scanasane» mit Rechten an den umliegenden Ländereien nennen; die heute sichtbaren Bauten stammten jedoch aus dem 14. Jahrhundert. Sie steht nahe der Mailänder Westtangente, an einer einst strategischen Stelle, um den Zugang zur Stadt und das Umland zu kontrollieren.
Sehenswertes
Die Burg hat einen viereckigen Grundriss. Anfang des 16. Jahrhunderts kaufte sie die Mailänder Familie Trivulzio, die sie von einer Festung in einen Landsitz verwandelte und die charakteristischen Rundtürme bauen ließ, die also nach den Mauern hinzukamen. Einst war sie von einem Wassergraben umgeben: Der Graben wurde zugeschüttet und verdeckt nun den Sockel der Türme, die deshalb gedrungener wirken.
Man betritt sie über eine gemauerte Brücke und ein Ravelin aus Ziegeln, die die alte hölzerne Zugbrücke ersetzt haben. Die Fassade hat spitzbogige Einzelfenster im gotischen Stil.
Der Besuch
1638 gehörte die Burg den Pirovano, dann ging sie an die Della Croce; 1836 kauften sie die Visconti di Modrone, die einen Landwirtschaftsbetrieb daraus machten. Mögliche Besuche sind bei der Gemeinde Rozzano zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Schauen Sie am Eingang zum Schlussstein des Bogens hinauf: Dort ist der Biscione eingemeißelt, die Wappenschlange der Visconti.






