Castana

Provinz: Pavia · Region: Lombardei · Einwohner: 744 · PLZ: 27040

Castana erscheint 974 zusammen mit seiner Burg, in einem Gütertausch des Klosters San Pietro in Ciel d'Oro in Pavia: Ländereien «außerhalb der Burg und im Fundus von Castana». Viel gegolten hat der Ort aber nicht, denn das Diplom von 1164, mit dem Friedrich I. dieses Gebiet Pavia unterstellte, nennt ihn nicht und nennt stattdessen das benachbarte Montescano; Castana taucht erst 1250 auf, in der Liste der pavesischen Ländereien. Es gehörte zum Lehen Broni der Beccaria, bis 1531, als es unter die dieser Familie entzogenen Ländereien geriet; dann kamen die Borromeo und 1740 die Pallavicino-Trivulzio, die zugleich die größten Grundbesitzer der Gemeinde waren.

Im achtzehnten Jahrhundert nahm Castana Martinasca auf, bis dahin eine eigene Gemeinde, und hieß eine Zeit lang Castana con Martinasca. Die Burg steht noch, in Privatbesitz und restauriert, und ist nicht zu besichtigen. Das Gebäude, für das sich in diesem Hügeldorf des Oltrepò der Umweg lohnt, ist jedoch ein anderes: die Casa del viticultore, ein Wohnhaus, das Mitte der vierziger Jahre Ignazio Gardella entwarf, einer der Meister des italienischen Rationalismus.

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