Delebio

Provinz: Sondrio · Region: Lombardei · Einwohner: 3.173 · PLZ: 23014

Die Schlacht von 1432 zwischen den Visconti und Venedig ist in den Flurnamen von Delebio eingeschrieben geblieben: es gibt noch den Prato della Morte, die Wiese des Todes, es gibt den Graben der Venezianer, es gibt die via della Battaglia, und nahe dem Ort des Zusammenstoßes stehen die Kirche Santa Domenica mit der Kapelle Santa Maria della Vittoria und die kleine Kirche San Rocco. Ein Dorf, das täglich über die Namen jenes einen Tages geht. Delebio erscheint erstmals als Alebio in einer Urkunde vom zweiten April 724, einem Privileg des Langobardenkönigs Liutprand, und 1204 war es die erste Siedlung des Veltlins, die sich als freie ländliche Gemeinde konstituierte: die achthundert Jahre feierte es 2004.

Die andere Kraft, die den Ort umgestaltet hat, ist der Fluss. Beim Hochwasser im Herbst 1520 wechselte die Adda, die bis dahin in den Mezzola-See mündete, ihr Bett, und der neue Lauf schnitt Delebio entzwei; 1928 musste die Gemeinde Dubino die Grundstücke von Careciasca und Nuovo Olonio abtreten, die der künstliche Adda-Kanal inzwischen vom Rest getrennt hatte. 1894 ging hier das erste Elektrizitätswerk der Provinz Sondrio in Betrieb. Dreitausendeinhundertdreiundsiebzig Einwohner.

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