Der Name kommt wahrscheinlich vom lateinischen querciulinus, der kleinen Eiche, doch das Wappen spielt ein anderes Spiel: Es zeigt drei stilisierte Cercini, jene Stoffrollen, die man sich zum Lastentragen auf den Kopf legte. In den Urkunden heißt der Ort Zerzuno, dann Cerzuno, mindestens bis ins vierzehnte Jahrhundert; schon 822 sagt ein Dokument, dass diese Ländereien den Mönchen von Sant'Ambrogio in Mailand gehörten, und 1415 löste sich Cercino von der Pieve von Sorico, um eine eigene Pfarrei zu bilden.
Dann kam der Dreißigjährige Krieg. 1624 hatte der Ort vierhundertfünfundachtzig Einwohner; im Jahr darauf stießen in der Ebene unterhalb der Häuser die kaiserlichen Truppen Pappenheims und die französischen und albanisch-kroatischen Truppen des Obersten Milander aufeinander, und mit der erzwungenen Einquartierung der Landsknechte zwischen 1629 und 1630 kam die Pest, die wenige Jahre später wiederkehrte und die Bevölkerung fast halbierte. 1637 wurden die Konsuln von Cercino und der Nachbardörfer dazu angehalten, das Fort von Mantello zu bauen, zu unterhalten und dann zu zerstören. Wieder auf die Beine brachte den Ort der Weinbau: 1797 zählte man sechshundertsechsunddreißig Einwohner.
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