Bei Umbauarbeiten im Rathaus, unten im Kellergeschoss, kam das alte Gemeindearchiv zum Vorschein: Papiere, die von 1325 bis 1843 reichen. Sie wurden 1988 bewertet und dann ins Staatsarchiv von Sondrio gebracht, um neu geordnet und verzeichnet zu werden. Fünf Jahrhunderte der Geschäfte eines Dorfes — die Steuern, die Weiden, die Streitigkeiten, die Rechnungen — hatten dort unten gelegen, ohne dass jemand davon wusste. Von derselben Art ist das andere Datum, das hier zählt: am 19. November 1589 löste sich die Kirche San Lorenzo martire von der Mutterkirche in Berbenno und wurde Pfarrei, mit dem Patronatsrecht in der Hand der Gemeinde — das heißt, das Dorf wählte sich seinen Pfarrer selbst.
Fusine war zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts eine der Gemeinden des mittleren Drittels des Veltlins, unter der Gerichtsbarkeit von Sondrio; und das Veltlin war in jenen Jahrhunderten nicht italienisch, sondern den Bündnern unterworfen. Unter der Cisalpinischen Republik war der Ort 1801 eine von siebzig Gemeinden des dritten Distrikts von Sondrio, im Departement des Lario. Später dachten die Österreicher daran, zwei getrennte Gemeinden daraus zu machen, Fusine und Val Madre, und ließen sie dann doch zusammen. Das Gebiet ist weit und fast ganz Gebirge: es grenzt an sieben Gemeinden, und eine davon, Foppolo, liegt jenseits des Kamms, in der Provinz Bergamo.
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Außerhalb von Fusine, aber als Ausflug gut erreichbar.