Fest des heiligen Cassian
📅 Jedes Jahr am 13. August
Am 13. August feiert Piuro, eine Gemeinde mit 1.950 Einwohnern in der Provinz Sondrio, seinen Patron, den heiligen Märtyrer Cassian (San Cassiano martire).
Der Name Piuro kommt, nach der vom Bündner Gouverneur Guler von Wyneck überlieferten Tradition, vom lateinischen plorare, weinen: Er war die Erinnerung an eine erste Katastrophe, jene, die im neunten Jahrhundert den alten Ort Belforte zerstörte. Die zweite kam am 4. September 1618 — in Graubünden schrieb man den 25. August, weil dort der gregorianische Kalender nicht eingeführt war. Ein Bergsturz löste sich vom Monte Conto und löschte den Ort aus. Die Helfer aus Chiavenna unter dem Kommissar Fortunato Sprecher konnten nichts ausrichten: Er zählte neunhundert Tote, der Historiker Benedetto Parravicini zwölfhundert. Die wenigen Überlebenden gründeten Borgonuovo, und von dem Unglück war anderthalb Jahrhunderte später noch die Rede, von Muratori bis Kant.
Vorher war Piuro reich. Seine Kaufleute waren in ganz Europa bekannt für Seide, für Wein und für die laveggi, die Töpfe aus dem hier gebrochenen Lavezstein; und auf den Verkehr, der zum Septimerpass hinaufzog, wurden Zölle erhoben. Von diesem Reichtum ist der Palazzo Vertemate Franchi geblieben und wenig sonst. Geblieben ist auch eine Merkwürdigkeit: Mit dem Val di Lei gehört Piuro zu den wenigen italienischen Gemeinden jenseits der Alpenwasserscheide, deren Wasser zum Rhein läuft.
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📅 Jedes Jahr am 13. August
Am 13. August feiert Piuro, eine Gemeinde mit 1.950 Einwohnern in der Provinz Sondrio, seinen Patron, den heiligen Märtyrer Cassian (San Cassiano martire).
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