Valfurva

Provinz: Sondrio · Region: Lombardei · Einwohner: 2.703 · PLZ: 23030

In diesem Tal haben die Dörfer ihre Namen gewechselt und den ihres Kirchenpatrons angenommen. Furva oder Furvaplana wurde zu Sant'Antonio; Frodaglio heißt San Nicolò; Zordo ist San Gottardo; Magliavacca ist Santa Caterina; und die verstreuten Häuser an den Hängen der Reit, die man einfach i Mont nannte, wurden zu Madonna dei Monti. Der alte Name, den alle aufgaben, blieb jedoch am Tal hängen: Valfurva.

In Santa Caterina fand 1698 der Pfarrer don Baldassare Bellotti zwei Quellen: eine schwefelhaltige und eine eisenhaltige, säuerlich im Geschmack, die man hier akua forta nannte. Ihr Ruf überstieg die Berge, Adlige kamen in Kutschen über die Pässe Mortirolo und Gavia, die Quelle wurde von einem hölzernen Pavillon im gotischen Stil überdeckt, und 1835 eröffnete ein Betrieb, der die akua forta abfüllte und ins Ausland ausführte. Dann endete der Kurbetrieb: die Pavillons wurden zu Torftrocknern und 1952 abgerissen, und die Quelle verlor sich im Grundwasser. Heute bildet ein kleines Wassermuseum ihre Form nach. Zweitausendsiebenhundertdrei Einwohner.

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