Cardano al Campo

Provinz: Varese · Region: Lombardei · Einwohner: 14.136 · PLZ: 21010

Bis 1864 hieß der Ort schlicht Cardano; ein Dekret Viktor Emanuels II. fügte «al Campo» hinzu, um ihn von den gleichnamigen Orten zu unterscheiden. Willkürlich war das nicht, denn in römischer Zeit lag hier ein Lager, und vorbei führte die via Severiana Augusta, die Konsularstraße, die von Mediolanum zum Lago Maggiore und weiter zum Simplonpass stieg. Über den Namen selbst streiten die Gelehrten bis heute: die stachlige Distel, die Wurzel kar für «Stein» oder der römische cardo, jene Achse, die mit dem decumanus ein Lager ordnete.

Das Wappen sagt dasselbe zweimal: auf grünem Schildfuß drei silberne Zelte mit roten Wimpeln, also das Lager, darüber eine rote Burg mit drei Zinnentürmen und einem Adler, das Wappen der Cardano. Diese Familie stellte neben den Castiglioni die ersten Herren des Dorfes, gab Mailand 1187 den Erzbischof Milone und zählt den Gelehrten Gerolamo Cardano zu ihren Nachfahren. Die noch immer ausgedehnten Wälder wurden unter deutscher Besatzung teilweise gerodet, um den Militärflugplatz Malpensa anzulegen.

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