Zwischen 1187 und 1221 gab sich Comabbio eine kommunale Verfassung mit einer Besonderheit: die Konsuln waren doppelt, eine Vertretung für die rustici und eine für die cortesi, also für die Bauern und für die Herren. Der Ort konnte sich das leisten, denn er war reich: der Handelswert seiner Ackerböden war viermal so hoch wie der von Ternate, fünfmal so hoch wie der von Varano und zehnmal so hoch wie der von Cologno Monzese. An demselben Platz standen zwei Kirchen, ein Luxus, den sich in dieser Gegend nur Pievesitze gönnten.
Im achtzehnten Jahrhundert war die Verwaltung auf das Nötigste beschränkt und erstaunlich handfest: einen Rat gab es nicht, und zwei sindaci wurden von der beim Klang der Glocke einberufenen Gemeinde gewählt; sie blieben zwei oder drei Jahre im Amt, je nach Abmachung. Der Kanzler, mit dreißig Lire im Jahr bezahlt, wohnte im Ort und verwahrte die öffentlichen Schriften in einer Truhe im eigenen Haus. Comabbio und die benachbarte Gemeinschaft San Sepolcro, dreißig Seelen, nutzten das Brabbia-Moor gemeinsam und zahlten dafür sechs Lire im Jahr.
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