Das Wappen von Comerio trägt Maulbeerbäume, zur Erinnerung an die Seidenraupenzucht, die die Garnindustrie versorgte; verliehen wurde es am 16. Januar 1961, als man im Ort längst ganz anderes herstellte. 1946 hatte der Mailänder Unternehmer Giovanni Borghi hier die SIRI gegründet, allen als Ignis bekannt, die mit Haushaltsgeräten ein Vermögen machte: 1972 ging sie an den niederländischen Konzern Philips, 1991 an die amerikanische Whirlpool. Vor der Fabrik war der Ort langsam gewachsen: 1809 wurde er Gavirate eingegliedert, und 1927 war es an Comerio, Barasso und Luvinate aufzunehmen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs wieder selbständig wurden.
Der Name ist älter als all das. Im vierten Jahrhundert vor Christus kamen die Kelten und gründeten hier, zwischen Mailand, dem Lago Maggiore und Como, die Siedlung Kunmaer: daraus wurde über Gunmeri, Gomeri und das Comero der Kommunenzeit schließlich Comerio. Aus dem Mittelalter blieb die romanische Kirche San Celso, zwischen dem zehnten und dem elften Jahrhundert erbaut und 1922 zum Nationaldenkmal erklärt. Und es gibt einen Titel, den man einem Ort von zweitausendsechshundert Einwohnern nicht zutraut: Der Tennisclub von Comerio gewann mit Fausto Gardini, Nicola Pietrangeli und Orlando Sirola 1961 und 1962 die italienische Mannschaftsmeisterschaft der Herren.
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