Gavirate

Provinz: Varese · Region: Lombardei · Einwohner: 9.209 · PLZ: 21026

Gavirate liegt am Ufer des Lago di Varese, der einst nach dem Ort benannt war. Der Name hat eine Kette von Formen hinter sich: Gavirado in einer auf 713 datierbaren Urkunde des Langobardenkönigs Liutprand, Gavirago 1191, Guairà im Steuerverzeichnis Karls V., Guirate in Papieren des achtzehnten Jahrhunderts. Über den Ursprung wird weiter gestritten: ein lateinischer Personenname, der Kies oder eine keltische Wurzel für Wasser. Voltorre und Oltrona al Lago, heute Ortsteile, waren bis 1927 eigenständige Gemeinden.

Jene Urkunde band den Ort an das Pavieser Kloster San Pietro in Ciel d'Oro. Im zwölften Jahrhundert ließen sich in Voltorre Mönche der Abtei Fruttuaria nieder; der Kreuzgang, den sie hinterließen, über einem langobardischen Bau zu Ehren des heiligen Michael errichtet, ist Nationaldenkmal. Am 20. Juni 1539 gab Karl V. dem Herrn von Brebbia und Gavirate das Recht auf einen Markt an jedem Freitag, als Ausgleich für die Plünderungen des Krieges zwischen Frankreich und Spanien. Das Wappen führt der Ort falsch: Die Blasonierung verlangt einen gespaltenen Schild, silbernes Schwert auf Rot und drei goldene Kugeln auf Blau, im Gebrauch wurde daraus ein geteilter.

🎉 Feste und Sagre in Gavirate 1

Patronatsfest In 73 Tagen

Der heilige Evangelist Johannes, Patron des Re Scartozz und des Kürbisfests

📅 Jedes Jahr am 27. Dezember; im Karneval zieht Re Scartozz, im Oktober das Kürbisfest

Gavirate feiert am 27. Dezember den heiligen Evangelisten Johannes, in der ihm geweihten Kirche. Während des Karnevals zieht ein Umzug allegorischer Wagen und Masken zu Ehren von Re Scartozz, einer Figur aus einer alten Gavirate-Legende; im Oktober findet am Seeufer das Kürbisfest statt.

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