Das Keramikmuseum von Castellamonte liegt in den restaurierten Sälen des Palazzo Botton, des Grafensitzes am Platz, und öffnete 1993 unter dem Namen Raccolta civica di Terra Rossa. Hier sieht man geordnet beisammen, was der Ort jahrhundertelang hervorgebracht hat.
Sehenswertes
Die Sammlung ist zweigeteilt. Der historische Teil versammelt Fragmente von Friesen und Kapitellen, Geschirr, Franklin-Feuerböcke und Teile von Öfen des siebzehnten, achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts: Es sind die Stücke, die von der Keramik Castellamontes erzählen, als sie ein Handwerk war und noch keine Signatur. Der moderne Teil besteht aus Arbeiten aus ganz Italien, dem Museum von jenen Künstlern geschenkt, die an der jährlichen Keramikausstellung teilnahmen, dazu Werke der örtlichen Handwerker, Steingut und Öfen, sowie Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der Kunstschule, von klassisch inspirierter Keramik bis zum Hausgeschirr postmoderner Linie.
Der Besuch
Das Stück, mit dem niemand rechnet, ist die Sammlung keramischer Pfeifen: rund zweitausend, aus aller Welt, und die bedeutendste Italiens. Geschenkt hat sie 2015 der Künstler Mario Giani, bekannt als Clizia. Es lohnt sich, danach zu fragen, auch wenn man wegen der Öfen gekommen ist.
Tipp der Redaktion
Dieses Museum verbindet man mit einem Gang durch den Ort und einem Blick auf Mauern und Kamine: In Castellamonte tauchte Ende des achtzehnten Jahrhunderts der Franklin auf, der erste Terrakottakamin mit Luftumwälzung und sichtbarem Feuer. In den Sälen sieht man die Stücke; auf der Straße das Handwerk, das sie möglich machte.
