🖼️ Museen

Museo archeologico del Canavese

📍 Cuorgnè, Piemont · 51/100

Das archäologische Museum des Canavese liegt in einer ehemaligen Fabrik, in der Via Ivrea 100 in Cuorgnè. Eröffnet wurde es 2004; es belegt über 1.500 m² im Südflügel des alten Werks, eine Größe, die man merkt, denn der Rundgang hat Luft, statt sich in zwei Räume zu drängen.

Sehenswertes

In der Mitte liegt eine weite Fläche für Wechselausstellungen; darum herum entwickelt sich der Dauerrundgang in neun Sälen, der die Geschichte des Canavese vom Paläolithikum bis ins Mittelalter erzählt. Die ältesten Zeugnisse stammen aus dem Fundgebiet der Höhle Boira Fusca und betreffen Jäger- und Sammlergemeinschaften des späten Paläolithikums. Ins Neolithikum gehören Steinketten und verschiedene Artefakte, aus der Bronzezeit blieben die Reste einer Bestattung.

Der Besuch

Beim dritten Saal lohnt es, langsamer zu werden: Dort steht ein unversehrter Becher aus einer Bestattung beim See von Montalto, dazu Keramik, Statuetten und mehrere Steinbeile. Der Hauptteil der Sammlung betrifft ohnehin das Neolithikum, und das ist der Faden, der die Säle zusammenhält.

Tipp der Redaktion

Vor der Fahrt lohnt ein Blick darauf, welche Ausstellung läuft: Das Museum bespielt die zentrale Fläche fortlaufend und hat über die Jahre auch bedeutende Leihgaben gezeigt, etwa die kampanischen Funde, die für die Pompeji-Ausstellung kamen. Wer wegen des Neolithikums im Canavese kommt, steht womöglich vor etwas ganz anderem, und das muss kein Nachteil sein.

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