⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa di San Dalmazzo Martire

📍 Cuorgnè, Piemont · 43/100

San Dalmazzo ist die Pfarrkirche von Cuorgnè. Die erste Erwähnung der Pieve, die im Viertel Villa vor den Mauern stand, stammt von 1154; in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts reichte der Bau nicht mehr aus und wurde nach einem Entwurf von Marianno de Marianni aus Lugano erneuert. Dann kam das Unvorhergesehene: Am ersten September 1804 brach unversehens einer der Pfeiler ein, die das Gewölbe trugen, die ganze Pieve wurde unsicher und musste abgetragen werden.

Sehenswertes

An ihrer Stelle entstand die heutige Kirche, nach einem Entwurf von Andrea Cattaneo zwischen 1805 und 1810 errichtet und am 18. November desselben Jahres geweiht. Die Fassade ist gestaffelt und trägt in der Mitte eine viersäulige Vorhalle mit ionischen Säulen, die den Dreiecksgiebel stützen: Sie kam 1820 hinzu, zehn Jahre nach der Weihe. 1825 wurde eine Seitenkapelle errichtet, um das Bild der Madonna della Rivassola aufzunehmen, eine Kopie des fünfzehnten Jahrhunderts nach einer byzantinischen Mariendarstellung.

Der Besuch

Der Grundriss ist ein lateinisches Kreuz, mit vier Jochen im Mittelschiff und drei in den Seitenschiffen. Zu den Werken zählen das Altarbild mit dem Martyrium des heiligen Dalmatius von Giovanni Comandù, die Fresken mit dem Leben des Heiligen von Nicola Fava, die vier Evangelisten in den Pendentifs des kuppelförmigen Gewölbes und ein Bild der heiligen Theresa aus der Werkstatt Guido Renis. Das Taufbecken trägt ein Relief mit der Taufe Christi.

Tipp der Redaktion

Wenn sich die Gelegenheit bietet, um die Orgel bitten: Sie baute Carlo Vegezzi Bossi 1894, einer der großen Namen des italienischen Orgelbaus zwischen dem neunzehnten und dem zwanzigsten Jahrhundert. In einer Kirche, die keine zwei Jahrhunderte alt ist, trägt das Instrument die berühmteste Signatur.

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