Die Pfarrkirche von Cumiana steht auf der Anhöhe des Ortsteils Motta. Die erste ausdrückliche Erwähnung einer Kirche im Ort findet sich in einer Urkunde Papst Eugens III. von 1152; der heutige Bau stammt jedoch aus dem achtzehnten Jahrhundert und ist die größte Kirche mit ovalem Grundriss im Piemont nach der Wallfahrtskirche von Vicoforte.
Sehenswertes
Die Fassade blickt nach Westen und besteht aus Cumiana-Stein: in der Mitte das Portal, überhöht von einem kleinen geschwungenen Giebel und einem breiten Lünettenfenster; an den Seiten zwei Statuen, die das Alte und das Neue Testament sinnbilden, und ebenso viele Nischen. Vier mächtige Halbsäulen mit ionischen Kapitellen tragen den Dreiecksgiebel. Daneben erhebt sich der quadratische Glockenturm mit je einem rundbogigen Fenster und Balustrade pro Seite und einer Spitze zuoberst.
Der Besuch
Innen ist das Schiff einheitlich und elliptisch, misst 50 Meter auf 26 und hat Seitenkapellen hinter Rundbögen; die Wände gliedern ionische Halbsäulen, die das Gebälk tragen. Das Presbyterium ist tief, einige Stufen erhöht, von der Kuppel überdeckt und von einer halbrunden Apsis geschlossen. Das auffälligste technische Detail: Die Kuppel sitzt unmittelbar auf dem Gebälk, ohne Tambour dazwischen.
Tipp der Redaktion
Der Bau geht auf zwei Hände zurück. Das Schiff wurde zwischen 1755 und 1786 nach einem Entwurf von Giovan Battista Morari neu errichtet, während Presbyterium und Apsis unangetastet blieben, weil sie zu Beginn des Jahrhunderts schon erneuert worden waren; 1833 legte dann der Ingenieur Gaetano Lombardi am Abschluss Hand an, um ihn dem von Morari gezeichneten Körper anzupassen. Die Weihe kam viel später, am 31. August 1872.
