🌋 Natur und Aussichten

Parco naturale dei laghi di Avigliana

📍 Avigliana, Piemont · 50/100

Der Park schützt die beiden Seen von Avigliana und das Moor der Mareschi im unteren Susatal, in einem Moränenamphitheater, das auf dieser Seite zwischen dem Monte Pirchiriano und dem Hügel von Rivoli liegt. Eingerichtet wurde er 1980, um das Ökosystem zu sichern und die Bebauung zu bremsen, die hier, eine halbe Stunde von Turin entfernt, nie nachlässt.

Sehenswertes

Die Mareschi sind das westlichste Sumpfgebiet Italiens. Sie liegen im nahezu ebenen Abschnitt, den der Naviglia-Kanal durchzieht, der einzige Abfluss der beiden Seen zur Dora Riparia; früher kehrte sich die Strömung gelegentlich um, je nach Pegel des Lago Grande und Wasserführung der Dora. Die Flora ist die der Feuchtgebiete, die Fauna ebenso: Graureiher, Blässhühner, Stockenten, Haubentaucher, Kormorane, Teichhühner, Frösche und Fasane. Im Wasser leben Hechte, Karpfen, Flussbarsche und Schwarzbarsche.

Der Besuch

Innerhalb der Parkgrenze stehen auch zwei stillgelegte Fabriken, und das ist der überraschende Teil. Die eine ist die Dynamitfabrik Nobel, heute ein Museum. In der anderen war die Lackfabrik Duco-Montecatini untergebracht, wo unmittelbar nach dem Krieg Primo Levi arbeitete: An jenem Schreibtisch verfasste er große Teile von Ist das ein Mensch. Der Park betreibt außerdem Umweltbildung mit Schulen und überwacht die Stechmücken in den umliegenden Gemeinden, was bei einem Moor vor der Tür keine Kleinigkeit ist.

Tipp der Redaktion

Die Runde um die Seen geht zu Fuß oder mit dem Rad und ist in einem halben Tag geschafft. Wer Zeit hat, dehnt sie bis zu den Mareschi aus, dem am wenigsten besuchten Teil und dem mit den meisten Vögeln. Und wer mit Kindern kommt, beginnt bei der Dynamitfabrik: Die Vorstellung, dass hier zwischen dem Schilf Sprengstoff hergestellt wurde, wirkt stärker als jede Schautafel.

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