Vor der Unabhängigkeit war der Ort ein Ortsteil von San Giorgio und hieß Gerbo Grande: die Einwohner sind bis heute die gerbolini, und der Spitzname sagt den Rest, Tirapere, Steinewerfer. Mindestens zwei Jahrhunderte Streit mit dem Nachbarort, mit Schleudern und Steinen ausgetragen, endeten 1778, als Vittorio Amedeo III. die Abtrennung unterschrieb.
Der Streit ging weiter, denn San Giorgio ließ San Giusto keinen eigenen Pfarrer, um die Gläubigen und ihre Gaben zu behalten. 1750 stahl bei der Prozession zur Flursegnung eine Gruppe von gerbolini das Kruzifix aus der Kirche von San Giorgio: die Kurie gab schließlich nach und die Reliquie kam zurück, doch der Spitzname Rubacristi, Christusdiebe, blieb.
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