🏰 Burgen und Schlösser

castello di San Lorenzo

📍 Gattinara, Piemont · 42/100

Auf der Kuppe eines der höchsten Hügel nördlich von Gattinara, auf 540 Metern, liegen die Ruinen der Burg San Lorenzo, 1187 von der Kommune Vercelli zur Bewachung der Zugänge zum Valsesia errichtet.

Sehenswertes

Innerhalb der Mauern steht etwas Älteres als die Burg: die Kapelle San Lorenzo, die eine Urkunde von 882 bereits als Pieve bezeichnet. Der Überlieferung nach ist sie die Grabstätte des Vercelleser Bischofs San Filosofo, der sich der Legende zufolge auf den Berg flüchtete, um den Verfolgungen der Langobarden zu entgehen. Grabungen rund um den Hügel und entlang des Aufstiegsgrats haben Spuren von Bauten und Befestigungen freigelegt, die auf eine mittelalterliche Höhensiedlung schließen lassen.

Der Besuch

Das große Eingangstor ist noch unversehrt. Innerhalb der Ringmauern erkennt man die Reste des zentralen Bergfrieds und jene der Kirche San Lorenzo, deren Apsis schlichte spätmittelalterliche Zahnschnittfriese trägt. Der Rest ist Ruine: Nach Umbauten, die wohl in die Viscontizeit fallen, begann im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert der Verfall, der die Burg in ihren heutigen Zustand brachte.

Tipp der Redaktion

Man steigt ebenso der Aussicht wegen hinauf wie der Steine wegen. Von San Lorenzo aus versteht man auf einen Blick, warum Vercelli genau hier einen Stützpunkt wollte: Von diesem Hügel behält man die Ebene und den Eingang des Tals zugleich im Auge, und genau darum wurde die Burg gebaut.

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