Der wuchtige Torre delle Castelle stammt aus dem elften Jahrhundert und ist von späteren Mauern umgeben. Er ist der auffälligste Teil einer mittelalterlichen Befestigungsanlage, die ursprünglich die Kuppen dieses und des benachbarten Hügels sicherte: zwei Höhen, die heute von hochwertigen Weinbergen eingenommen werden.
Sehenswertes
Die ersten schriftlichen Zeugnisse der Anlage stammen aus dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert. Es waren zwei gemauerte Ringe, eben die Castelle, voller Bauten, aus denen der Turm herausragte; auf der Ebene dazwischen stand die Kirche San Giovanni alle Castelle. Neben dem Turm ist im anderen Ring, hinter der Kirche, noch ein Teil eines mittelalterlichen Portals zu erkennen.
Der Besuch
Das Kirchlein San Giovanni wurde um 1525 umgebaut und im achtzehnten Jahrhundert erneut restauriert, doch 1950 riss man es ab, um der Kapelle Madonna della Neve Platz zu machen, die die Alpini-Sektion von Gattinara errichtete. Ein Verlust, den man vorher kennen sollte, denn er erklärt, warum zwischen den beiden Ringen heute ein neuer Bau steht.
Tipp der Redaktion
Halten Sie an den Aussichtspunkten neben dem Turm. Von dort sieht man auf der einen Seite die Ebene von Vercelli und das nahe Novaresische, auf der anderen das Biellese, die Hügel und die ersten voralpinen Ausläufer: Deshalb war dies ein Ort zum Befestigen, und deshalb stehen hier heute die Weinberge.
