⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa di Santa Marta

📍 Gattinara, Piemont · 43/100

Mit der Kirche Santa Marta war eine Bruderschaft der Disciplini verbunden, wohl schon im fünfzehnten Jahrhundert tätig. Sicher ist, dass die Brüder um 1460 einen unbekannten Maler riefen, den die Forschung als Meister der Passion kennt, um ihre Kirche auszumalen.

Sehenswertes

Von jener Ausmalung blieben Fetzen, und sie sind das Interessanteste am Bau: Auf den wenigen mittelalterlichen Mauerstücken, die den barocken Umbau überstanden, erkennt man noch Züge von Notabeln und einfachen Leuten. Der Rest stammt aus dem achtzehnten Jahrhundert: Die Arbeiten begannen 1603, und in der ersten Hälfte des folgenden Jahrhunderts wurde die Kirche vollständig neu gebaut und erhielt ihre heutige Gestalt.

Der Besuch

Die klassizistische Fassade kam zuletzt, 1844 nach einem Entwurf von Pietro Delmastro errichtet, und sie führt in ein Inneres, das sein ursprüngliches Aussehen fast unversehrt bewahrt hat: ein luftiger, gegliederter Raum, von Pilastern und Gesimsen bestimmt. Zwei Kapellen öffnen sich zum Mittelraum; in der linken bewahrt eine Nische ein vielverehrtes hölzernes Kruzifix. Hochaltar und buntmarmorne Balustrade stammen aus lombardischer Werkstatt, ebenso das große Chorgestühl für die Brüder.

Tipp der Redaktion

Blicken Sie zur zentralen Kuppel hinauf: Die Fresken in den Zwickeln und in der Kalotte stammen von einem namenlos gebliebenen Maler und sind der lebendigste Teil einer sonst bewusst gleichmäßigen Ausmalung in zarten Tönen. Im Rahmen aus Marmor und Stuck hängt dagegen das Bild der heiligen Martha.

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