Das Sardische, das man in Zeddiani spricht, ist die limba de mesania, die Sprache der Mitte: sie hält logudoresische und campidanesische Elemente zusammen, denn der Ort liegt auf der Naht zwischen den beiden großen Mundartgebieten der Insel. Das Gebiet war schon in nuraghischer Zeit besiedelt, und im Mittelalter gehörte es zum Judikat Arborea, in der curatoria des Campidano von Oristano. Als das Judikat fiel, kam es 1410 an das Markgrafentum Oristano; 1478, nach der endgültigen Niederlage der Arborenser, ging es an die Aragonesen, unter die Lehen der Familie Carroz. Im Jahr 1767 nahm Karl Emanuel III. es in das Markgrafentum Arcais auf, Lehen der Flores Nurra, und dort blieb es bis zur Aufhebung der Lehen 1839, als der Ort sich freikaufte und sich einen Bürgermeister und einen Rat gab.
Das 2002 verliehene Wappen bringt drei Dinge zusammen: eine Weintraube auf Purpur, sieben mit Rot gebundene Weizenähren auf Blau und eine Markgrafenkrone auf Grün, jene von Arcais. Was der Ort heute feiert, ist jedoch weder die Traube noch das Korn: am ersten Sonntag im August findet das Tomatenfest statt. Die Gemeinde umfasst ein Dutzend Quadratkilometer im Campidano von Oristano, etwa zehn Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt, und grenzt an Baratili San Pietro, Oristano, San Vero Milis, Siamaggiore und Tramatza.
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