Zur Zeit der Judikate hieß der Ort Nughes oder Nugis, nach den Walnussbäumen; er gehörte zum Judikat Cagliari und ging nach 1258 an Ugolino della Gherardesca, dann an Pisa und dann an die Aragonesen, die ihn verschiedenen Lehnsleuten anvertrauten. Und ab etwa 1397 führen ihn die Akten als leer: das Dorf Nuxis gilt als entvölkert, und entvölkert bleibt es. Wiederbesiedelt wurde es erst im achtzehnten Jahrhundert, und dann wuchs es, bis es einer der wichtigsten Orte des Sulcis war. Eine Gemeinde war es allerdings nicht: das wurde es 1957, als es sich von Santadi trennte. Eine Siedlung, die älter ist als die Judikate, ist also seit weniger als siebzig Jahren eine eigene Gemeinde.
Was darunter liegt, ist weit älter. Das Gebiet ist seit dem Neolithikum bewohnt — die Nekropole von S'Acqua Cadda gehört zur Monte-Claro-Kultur — und aus der Bronzezeit stammen mehrere Nuraghen und der heilige Brunnen von Tattinu. Nahe eben jener Stelle steht die Kirche Sant'Elia di Tattinu, ein kleiner Bau von weniger als hundert Quadratmetern, ein paar hundert Meter vom Ort entfernt, und eines der wenigen Beispiele byzantinischer Architektur auf Sardinien. Der Rest dessen, was unter der Erde liegt, wird seit Jahrtausenden herausgeholt: die örtliche Darstellung zählt dreizehn stillgelegte Gruben einzeln auf — Bau Pressiu, Bacchera e Tattinu, Is Ollargius, Is Piras, Sa Marchesa, Serra Sirbonis und die übrigen — und unter dem, was aus ihnen kam, ist ein seltener schwarzer Marmor, der Marmor von Nuxis, auch Tamara genannt.
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Außerhalb von Nuxis, aber als Ausflug gut erreichbar.