Auf den Feldern rings um Villaperuccio findet man noch Pfeilspitzen aus Obsidian und durchbohrte Steine, die wohl der Jagd dienten. Es ist das kleinste Zeichen eines Gebietes, das gewaltige besitzt: die vornuraghische Nekropole von Montessu, die von Marchianna, an die vierzig Nuraghen und die über die Flur verstreuten Menhire. Der mächtigste ist der der Luxia Arrabiosa, fast sechs Meter hoch, in der Örtlichkeit Terrazzu am südwestlichen Rand des Ortes; dann gibt es den von Monte Narcao und die Steine, die man hier Is Perdas Croccadas nennt, also die liegenden Steine. Der heutige Ort dagegen ist mittelalterlich: er lag im Judikat Cagliari, in der Kuratorie des Sulcis, und wurde 1258 den Della Gherardesca zugewiesen.
Dann hörte Villaperuccio auf, Gemeinde zu sein, und brauchte anderthalb Jahrhunderte, um zurückzukommen. Die Pest von 1348 dezimierte die Einwohner, die Kriege zwischen Arborea und Aragon taten das Übrige, und zu Beginn des fünfzehnten Jahrhunderts war der Ort auf wenig zusammengeschmolzen, die Felder wurden wieder Wald. Er erholte sich erst vom achtzehnten Jahrhundert an, als sich Bauernfamilien niederließen; doch als die Otger, seine Lehnsherren, ausstarben, wurde das Gebiet nicht mehr verlehnt, kam 1821 in die Provinz Iglesias und wurde dann der Gemeinde Santadi angeschlossen. Eigenständige Gemeinde ist er erst 1979 wieder geworden, durch einen Bürgerentscheid, und kleiner als zuvor, weil ein Teil der alten Ländereien drüben blieb. Auf Sardisch heißt er ohnehin weiter Sa Baronìa.
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