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area archeologica di Monte Sant'Angelo e Castel Sant'Angelo

📍 Licata, Sizilien · 47/100

Als Hernando Petigno, Generalkommandant der Kavallerie des Königreichs Sizilien und Gouverneur des Militärplatzes Syrakus, 1615 mit den Arbeiten begann, stand auf dem östlichen Ausläufer des Monte Eknomo bereits ein Wachturm mit quadratischem Grundriss, zwischen 1583 und 1585 nach einem Entwurf des Ingenieurs Camillo Camilliani errichtet. Um diesen Kern herum wuchs das Castel Sant'Angelo, eines der wenigen Beispiele barocker Festungsbaukunst, die im 17. Jahrhundert auf Sizilien entstanden, 130 Meter über dem Meer, den Hafen im Süden, die Stadt im Norden. Ringsum tritt die antike griechische Kolonie Phintias zutage.

Sehenswertes

Der Grundriss ist nahezu dreieckig: Die geschlossenen Baukörper des alten Turms und der niedrigeren Räume ordnen sich um einen Hof mit unterirdischer Zisterne in der Mitte. Von außen bestimmen die kompakten Böschungsmauern und die durchlaufenden Zinnen das Bild; die sehr dicken Mauern, auf Zinnenhöhe von einem Rundstab umgürtet, treffen auf den wuchtigen quadratischen Bergfried, der zur Hälfte verfüllt ist. An den Ecken im Osten, Westen und Norden ruhten auf kräftigen Konsolen einige Wachtürmchen. Entlang des gesamten inneren Umgangs lagen die Unterkünfte der Soldaten, die Ställe und die Magazine. Der Zugang erfolgte allein von Süden, über eine Zugbrücke, die einen Graben überspannte; dieser trennte nur den großen Turm vom offenen Land. Am Ende des Hofes, im Westen, öffnete sich unter einem weiten Bogen die Schlosskapelle, die heute verschwunden ist: Geblieben sind lediglich die Spuren der Rahmen, die wohl ein Fresko oder ein Gemälde einfassten.

Der Besuch

Die Burg wurde nie angegriffen. Nach der Entmilitarisierung diente sie zwischen 1849 und 1856 als optischer Telegraf für den Staatsdienst; zu Beginn des 20. Jahrhunderts richtete man dort eine Signalstation mit einem Posten der Luftwaffe ein, die bis 1965 in Betrieb blieb, als die Festung aufgegeben wurde. Mit Dekret vom 8. Juli 1969 unter besonderen künstlerischen und historischen Schutz gestellt, wurde sie in den achtziger Jahren von der Denkmalbehörde von Agrigent restauriert, die den Turm und die zum Hof hin gelegenen Räume wiederherstellte und das innere Atrium samt den Terrassen erneut nutzbar machte. Heute ist die Anlage in gutem Zustand und für Besucher geöffnet.

Tipp der Redaktion

Steig hinauf auf die Terrassen: Von dort reicht der Blick über den Hafen im Süden und die Stadt im Norden, und du verstehst, warum die Burg der natürliche Bezugspunkt für alle ist, die das archäologische Gelände besuchen. Die Festung steht nämlich mitten in der hellenistischen Stadt, die sich über die Kuppe des Monte Sant'Angelo erstreckte: Nimm dir auch Zeit für die Reste von Phintias ringsum.

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