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Museo archeologico di Aidone

📍 Aidone, Sizilien · 59/100

Dieses Dorfmuseum in einem ehemaligen Kloster im sizilianischen Binnenland wurde berühmt, weil fast alle seine besten Stücke von weit her zurückkamen. Sie wurden im nahen Morgantina heimlich ausgegraben, ins Ausland verkauft und von großen amerikanischen Museen erworben; dann forderte der italienische Staat sie zurück und bekam sie, eines nach dem anderen.

Sehenswertes

Das Hauptstück ist eine große Götterstatue aus Kalkstein und Marmor, über zwei Meter hoch, deren Gewand so gemeißelt ist, als bewege es der Wind. Sie war von einem Museum in Kalifornien gekauft worden und kam 2011, nach langem Streit, hierher zurück, in das Gebiet, aus dem man sie fortgebracht hatte. Daneben stehen zwei akrolithe Götterköpfe, ebenfalls aus den Vereinigten Staaten zurückgegeben.

Dann gibt es das hellenistische Silbergeschirr, aus New York zurückgekehrt, und die Funde der ordentlichen Grabungen von Morgantina: Keramik, Votivterrakotten, Münzen und Gebrauchsgegenstände der griechischen Stadt, die wenige Kilometer von hier auf der Hochfläche von Serra Orlando lag.

Der Besuch

Das Museum liegt im Zentrum von Aidone, Provinz Enna, eine Autostunde von Piazza Armerina und der Villa del Casale; Eintritt gegen Gebühr, oft als Kombikarte mit dem Grabungsareal von Morgantina, mit einem Ruhetag. Eine Stunde.

Tipp der Redaktion

Machen Sie Museum und Ausgrabung am selben Tag, in dieser Reihenfolge: erst die Objekte, dann den leeren Ort, aus dem sie stammen. Zwischen den Häusern und der Agora von Morgantina, die Statue noch im Auge, begreift man, was es wirklich heißt, ein Stück von einem Fundplatz fortzunehmen: Man verliert nicht nur das Objekt, man verliert die Stelle, an der es stand.

Vor Ort: Touren, Tickets und Erlebnisse

Museo archeologico di Aidone

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