Das Heiligtum des heiligen Antonius von Padua mit dem Kloster der Franziskaner-Observanten liegt im Viertel Sant'Antonino von Barcellona Pozzo di Gotto und ist seit dem 24. Mai 1986 Diözesanheiligtum. Am 14. Oktober 1613 erhielten die Brüder von der Stadt Castroreale ein Grundstück im Dorf Barcellona, in der Gegend Finocchito, um eine kleine Kirche zu bauen; das Kloster wurde 1622 dank der Stifter Placido Rao und Dominichella Coppolino kanonisch errichtet.
Sehenswertes
Am rechten Seitenportal sitzt ein Marmorrelief des heiligen Antonius von 1633-1635 mit der Inschrift «PERAMABILIS S. ANTONINUS». Die Kirche hat ein einziges weites Schiff mit Seitenaltären und eine große Sängerempore über dem Eingang. An den Wänden erzählen Fresken von 1714 die Wunder des Heiligen, etwa den abgetrennten Fuß, das Maultier des Bonvillo und die Fischpredigt, in Auftrag gegeben von Mitgliedern der Familie Saccano und in einem Fall vom Justizhauptmann von Castroreale.
Zu den Altarbildern gehören die Madonna dell'Idria mit basilianischen Mönchen von Filippo Jannelli von 1656 und der heilige Didakus von Pietro Cannata, unter dem Fuß des Heiligen signiert «PETRO CANNATA PINGEBAT 1650». Die Restaurierung von 1985 legte ein Fresko des 17. Jahrhunderts mit der Schmerzensmutter und Johannes unter dem Kreuz frei; auf dem Altar steht ein hölzernes Kruzifix des 15. Jahrhunderts von Pietro della Comunella, und die Glasfenster von Fra Alberto Farina aus dem Jahr 1995 zeigen unter anderem das Wunder vom Herzen des Geizigen.
Der Besuch
Der Kreuzgang des Klosters hat Laubengänge mit fünf Bögen je Seite, an der Ostwand sind Reste alter Fresken erhalten. Öffnungszeiten sind beim Kloster zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Das Kloster hatte eine bewegte Geschichte: 1866 beschlagnahmt und als Kindergarten genutzt, wurde es 1868 Artillerieunterkunft und Schießplatz, die Kirche entweiht und bis 1892 als Pferdestall genutzt; ab 1899 diente es der Tabakverarbeitung, bevor es zwischen 1936 und 1950 an die Brüder zurückkam.






