🖼️ Museen

Museo Mandralisca

📍 Cefalù, Sizilien · 59/100

Am 26. Oktober 1853 verfasste Baron Enrico Pirajno di Mandralisca sein Testament: Darin bestimmte er sein Wohnhaus in Cefalù und das gesamte Sammlungskabinett für eine Bildungseinrichtung zugunsten seiner Mitbürger. Das Museo Mandralisca, das einzige Museum der sizilianischen Kleinstadt, ist bis heute im ursprünglichen Wohnhaus des Gründers untergebracht und bewahrt einen fächerübergreifenden Bestand, der entstand, um dem Analphabetismus jener Zeit mit Kultur zu begegnen.

Sehenswertes

Die Ausstellungsräume spiegeln die vielfältigen Interessen des Barons wider und verbinden Kunstwerke, archäologische Funde, Münzen, wissenschaftliche Instrumente, Möbel und eine malakologische Sammlung von rund 2000 Exemplaren, die 1976 neu geordnet wurde. Das berühmteste Stück der Gemäldegalerie ist das Antonello da Messina zugeschriebene Bildnis, das 1916 unter Denkmalschutz gestellt wurde und im Mittelpunkt von Vincenzo Consolos Roman Il sorriso dell'ignoto marinaio steht. Unter den antiken Funden fällt der glockenförmige Krater kampanischen Stils auf, der einen alten Thunfischverkäufer zeigt und ebenfalls seit 1916 geschützt ist; dazu kommen zwei hellenistische Sarkophage, die seit 1977 zu sehen sind, und ein römisches Mosaik, das 1933 in der Stadt gefunden wurde. Die Münzsammlung umfasst 2526 Stücke, die zwischen 1925 und 1926 in den Vitrinen angeordnet wurden. Im Erdgeschoss liegt das Öllager der Familie Mandralisca, restauriert und 1997 eröffnet, wo die großen, halb in den Boden eingelassenen Krüge im Original erhalten sind. Im Gebäude befindet sich außerdem die Bibliothek der Stiftung mit wertvollen Bänden, darunter ein Portolan von 1643.

Der Besuch

Der Rundgang führt durch den Baronspalast, der 1939 durch den Ankauf des Nachbargebäudes erweitert und ab 1981 nach Plänen des Architekten Pasquale Culotta umgebaut wurde. Neben den Museumsabteilungen und der öffentlich zugänglichen historischen Bibliothek zählt das Haus im Schnitt rund zwanzigtausend Besucher im Jahr. Im Sommer finden auf der Straße vor dem Gebäude Kulturveranstaltungen und Ausstellungen zeitgenössischer Malerei statt.

Tipp der Redaktion

Beschränke dich bei deinem Besuch nicht auf die Gemäldegalerie: Geh hinunter ins Erdgeschoss zum Öllager der Familie Mandralisca, das 1997 eröffnet wurde, mit seinen typischen halb versenkten Krügen, in denen die Vorräte des Barons lagerten.

Vor Ort: Touren, Tickets und Erlebnisse

Museo Mandralisca

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