Die 1668 vollendete Fassade und eine wirkungsvolle doppelläufige Freitreppe prägen die Chiesa del Purgatorio, auch als Kirche Santo Stefano bekannt, die am Corso Ruggero in Cefalù steht. Der Bau erhebt sich auf einem Grundstück, auf dem zuvor eine alte Kultstätte und die 1466 von der Familie Giaconia errichtete Kapelle Santa Margherita standen. 1601 übernahm die Bruderschaft delli Nigri, auch Bruderschaft der Armen Seelen genannt, den Besitz und errichtete den heutigen Bau.
Sehenswertes
Außen fallen das barocke Portal und die Freitreppe auf, für die der Platz 1868 tiefer gelegt wurde. Von den beiden ursprünglichen Türmen schließt der linke mit einer Spitze ab und dient als Glockenturm, während der rechte unvollendet blieb und teilweise von einem späteren Bau verdeckt wird. Das Innere teilen Säulen mit monolithischen Schäften in drei Schiffe. Unter den Einbauten stechen die Kreuzkapelle und die 1614 gestiftete Kapelle des Apostels Petrus hervor, in der eine Statue der Schmerzensmutter steht, die traditionell von der Zunft der Metzger betreut wurde. Über dem Hochaltar hängt ein Gemälde von 1813, das Christus zeigt, wie er den leidenden Seelen die Eucharistie reicht. In der Kirche steht zudem der Marmorsarkophag des Barons Enrico Pirajno di Mandralisca, ein Werk des palermitanischen Bildhauers Salvatore Valenti, das 1867 hier aufgestellt wurde.
Der Besuch
Unter dem Gebäude erstreckt sich die Krypta, in der die Mitglieder der Bruderschaft der Schwarzen bestattet sind. Seit 1895 hat außerdem die Kongregation der Jungfrau ihren Sitz in der Kirche.
Tipp der Redaktion
Betrachte die Fassade vom Fuß der doppelten Freitreppe am Corso Ruggero aus: So siehst du die Symmetrie der Sockelmauern und zugleich die Asymmetrie der beiden Türme, ein Ergebnis der Restaurierungen von 1927.
