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castello Maniace

📍 Siracusa, Sizilien · 119/100

Zwischen 1232 und 1239 vom Architekten Riccardo da Lentini im Auftrag von Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen errichtet, erhebt sich das Castello Maniace an der äußersten Spitze der Insel Ortigia zum Schutz des Porto Grande von Syrakus. Die Festung ist nach dem byzantinischen Feldherrn Georgios Maniakes benannt, der die Stadt 1038 den Arabern entriss, und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der staufischen Militärarchitektur auf Sizilien.

Sehenswertes

Der Haupteingang bewahrt das mächtige Spitzbogenportal aus staufischer Zeit, über dem der spanische Kommandant Joan de Roca Maldonato 1614 das Wappen Kaiser Karls V. anbringen ließ. Der barocke Schild zeigt die Säulen des Herakles mit dem Motto "Non plus ultra" sowie zwei von Flammen umgebene Erdkugeln. Ursprünglich standen zu beiden Seiten des Portals zwei bronzene Widder hellenistischer Herkunft; 1448 schenkte sie der Vizekönig Lope Ximénez de Urrea dem Markgrafen Giovanni Ventimiglia als Belohnung dafür, dass er zwanzig aufständische Barone enthauptet hatte, die er zu einem vorgetäuschten Bankett im Inneren der Festung eingeladen hatte.

Die quadratische Anlage umfasste vier Ecktürme, die 1618 in San Pedro, San Catalina, San Philipe und Santa Lucia umbenannt wurden. Im Inneren der Burg fand man einen kolossalen Torso aus römischer Zeit (1.-2. Jahrhundert), der verschiedentlich mit Poseidon, Zeus oder Asklepios identifiziert wird und auf dessen Brust die Inschrift zur Umbenennung des Komplexes in Santiago de Maniace eingemeißelt war. Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes geht auf das verheerende Ereignis vom Dezember 1704 zurück, als ein Blitz die Pulverkammer traf, 800 Fässer Schießpulver vernichtete, die Wachtürme einstürzen ließ und ein ganzes Stockwerk der Burg zum Einsturz brachte.

Der Besuch

Die Burg ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich und vollständig zu besichtigen. Der Zugang, der ursprünglich ausschließlich über eine Zugbrücke über einen heute zugeschütteten Graben erfolgte, erlaubt es, die mittelalterliche Struktur, die im 16. Jahrhundert vom Ingenieur Ferramolino da Bergamo entworfenen Renaissance-Befestigungen und die im 19. Jahrhundert vom englischen Heer unter General Stuart vorgenommenen Umbauten zu erkunden.

Tipp der Redaktion

Betrachten Sie das große Eingangsportal aufmerksam, um die Überlagerung zwischen dem staufischen Spitzbogen des 13. Jahrhunderts und dem monumentalen spanischen Schild des 17. Jahrhunderts zu erkennen, der zur Bekräftigung der Macht Karls V. nach den Schäden des Erdbebens von 1542 gemeißelt wurde.

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