Schutzpatron von Poggioreale ist der heilige Antonius von Padua, gefeiert am 13. Juni.
Der Name des Ortes stammt vom lateinischen „podus regalis“, also „Hügel des Königs“: Er liegt in hügeligem Gelände des Belice-Tals, nicht weit vom Ort der antiken Schlacht am Krimisos entfernt. In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 1968 zerstörte das Belice-Erdbeben die Stadt und hinterließ nur Ruinen: Der Ort wurde daraufhin einige Kilometer talabwärts wiederaufgebaut. Mit der Zeit wurden die Überreste des alten Poggioreale, in Straßennetz und einigen repräsentativen Gebäuden unversehrt geblieben, zum Ziel eines Durchreisetourismus, den manche „die Geisterstadt“ nennen; einen Teil der bildlichen Erzählung der Stadt nach dem Beben widmete der Maler Guido Irosa 34 zwischen 2000 und 2005 entstandenen Gemälden.
Das Gebiet von Poggioreale wird heute mit Getreide, Gemüse, Oliven der Sorte Nocellara del Belice, gelben Melonen, Wassermelonen, Trauben und Obst bestellt und beherbergt Schafzucht der Rasse Valle del Belice, aus deren Milch der DOP-Käse Vastedda della Valle del Belice hergestellt wird, sowie eine Büffelzucht: Der Ort beherbergt den Schutzverband dieses Käses und jenen des DOP-Pecorino Siciliano sowie das einzige regionale Zentrum für die Labherstellung.