Die Pieve Sant'Andrea liegt in Cercina, Gemeinde Sesto Fiorentino, in den Hügeln nördlich von Florenz. Ihre Ursprünge sind alt: In den Urkunden erscheint sie als Santa Gerusalemme, bevor sie den Namen Sant'Andrea annahm. Im 14. Jahrhundert wurden die Räume für Rektor und Pfarrer erweitert, im 15. Jahrhundert der Kreuzgang angelegt; ein Portikus des 16. Jahrhunderts verbindet die Kirche mit der Fassade des Pfarrhauses aus derselben Zeit.
Sehenswertes
Der Glockenturm hat eine Besonderheit: Die Glockenstube kragt über den Turmschaft hinaus. In der rechten Apsis befinden sich die frühen Fresken von Domenico Ghirlandaio mit den Heiligen Hieronymus, Barbara und Antonius dem Abt: Sie wurden im 17. Jahrhundert zugemauert, als man die Apsiden schloss und die Hauptkapelle vergrößerte, 1923 wiederentdeckt und zuletzt 1969 restauriert. In der Mittelapsis steht das Polyptychon des Meisters von San Niccolò aus dem 14. Jahrhundert, und am Ende des linken Seitenschiffs sind Fresken vom Ende des 16. Jahrhunderts.
Zu den weiteren Werken gehören eine Auferstehung Christi zwischen Antonius von Padua, Maria Magdalena und Katharina von Alexandrien von Francesco Curradi, eine thronende Madonna zwischen Andreas und Johannes dem Täufer aus dem 16. Jahrhundert, ein Taufbecken aus Marmor von 1613 und ein Weihwasserbecken, ebenfalls aus Marmor, von 1540.
Der Besuch
Die Pieve liegt im Dorf Cercina. Öffnungszeiten sind bei der Pfarrei zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Hier wurde eine hölzerne Madonnenstatue verehrt, vielleicht aus dem 12. Jahrhundert, zu der jedes Jahr eine Florentiner Laienbruderschaft in Prozession zog; auch der heilige Antoninus und Papst Leo X. nahmen daran teil.





