Der Ansitz Gerstburg (italienisch Palazzo Gerstburg) ist ein Renaissancepalast in Bozen, heute Sitz des Regionalen Verwaltungsgerichts.
Sehenswertes
Im Inneren befindet sich eine Kapelle, die aus dem Jahr 1495 stammt. 1744 erwarben die Herren und Bankiers Menz den Palast und beauftragten Martin Knoller, den Saal im zweiten Stock mit einer großen Darstellung der Aurora auszumalen. Das Gebäude steht seit 1951 unter Denkmalschutz.
Der Palast entstand auf dem Grund des Bauernhofs Zum Winkel, im Besitz der Familie Gerstl aus Bozen, die 1488 mit Sigmund Gerstl zu Gerstburg, burger in Botzenn, belegt ist, also schon mit dem Ansitz Gerstburg geadelt. Zwischen 1603 und 1609 ließ die Adelsfamilie Giovanelli zu Gerstburg und Hörtenberg einen großen Südostflügel anfügen.
Der Besuch
Da der Palast das Regionale Verwaltungsgericht beherbergt, ist er kein Museum: Die herangezogenen Quellen nennen keine öffentlichen Öffnungen, daher ist der Zugang zum Inneren, auch zu Knollers Saal, zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Wenn Sie die Gelegenheit haben, einzutreten, suchen Sie im zweiten Stock den von Martin Knoller mit der Aurora ausgemalten Saal: Knoller stattete in Bozen auch die Kirche Sant'Agostino in Muri-Gries aus und malte das Altarbild der Deutschordenskirche.

