Die Gallerie di Piedicastello sind ein Museumsraum in Trento, betrieben von der Fondazione Museo storico del Trentino, eingerichtet in den beiden Tunneln einer alten Umgehungsstraße und heute vor allem der Geschichte und der Erinnerung gewidmet.
Sehenswertes
Die beiden Galerien haben unterschiedliche Funktionen: Die schwarze ist eine große, eindrucksvolle Installation, während die weiße Raum für Veranstaltungen, Wechselausstellungen und Bildungsangebote bietet. Insgesamt ist es ein «Labor»-Raum, experimentell, mit ausgeprägter Neigung zur Innovation in den Formen und Sprachen, in denen Geschichte vermittelt wird, gedacht, damit alle, die Geschichte machen, einen Bezugspunkt, einen Raum und einige grundlegende Dienste haben. Die erste Veranstaltung war die große Ausstellung «I Trentini e la Grande Guerra. Un popolo scomparso e la sua storia ritrovata».
Die Galerien gehörten zur westlichen Umgehungsstraße, die Trento auf der Höhe des historischen Viertels Piedicastello streifte und es von der Stadt trennte; sie wurden 1974 für den Verkehr geöffnet und blieben bis zum 11. November 2007 in Betrieb. Nach dem Bau zweier neuer Tunnel wurden sie stillgelegt und, auf die Idee des Präsidenten der Provinz Lorenzo Dellai hin, die er öffentlich bei einer Stadtteilversammlung äußerte, in einen Museumsraum umgewandelt. Die Fondazione Museo storico del Trentino, Eigentümerin des Ortes, schrieb einen Ideenwettbewerb aus, den die Gruppe FilmWork-Trento mit einem internationalen Team gewann: Jeffrey T. Schnapp, damals Direktor des Stanford Humanities Lab, als Kurator und Autor des Konzepts, Elisabetta Terragni für den Ausstellungsentwurf und die Gruppe Gut Gestaltung aus Bozen für die Grafik. Der Ort wurde am 19. August 2008 von Simone Veil bei einem großen Volksfest mit Tausenden von Menschen eingeweiht.
Der Besuch
Die Gallerie liegen in Piedicastello, dem historischen Viertel, das die alte Umgehungsstraße einst von der Stadt trennte; Öffnungszeiten, Eintritt und Programm der Ausstellungen und Veranstaltungen sind auf der Website der Fondazione Museo storico del Trentino zu prüfen, da die herangezogenen Quellen sie nicht nennen.
Tipp der Redaktion
Denken Sie beim Eintreten daran, dass bis 2007 hier Autos fuhren: Die schwarze und die weiße Galerie sind die beiden Tunnel der alten Umgehungsstraße, und es lohnt sich, sie nacheinander anzusehen, um den Unterschied zu erfassen.




