Altopiano della Vigolana

Provinz: Trient · Region: Trentino-Südtirol · Einwohner: 4.802 · PLZ: 38049

Die Gemeinde entstand aus dem Referendum vom siebten Juni 2015 unter den Wählern von Bosentino, Centa San Nicolò, Vattaro und Vigolo Vattaro, doch diesen Umriss hatte es schon einmal gegeben: zwischen 1928 und 1947 fanden sich die vier Dörfer im Zuge der faschistischen Fusionskampagne unter einem einzigen Podestà wieder, und danach wurde das wieder rückgängig gemacht. Was auferlegt worden war, wurde später gewählt. Bis zur Verleihung eines amtlichen Wappens führt die Gemeinde einen Schild, der schlicht die vier alten Wappen in alphabetischer Reihenfolge zusammenstellt.

Die Dörfer der Hochebene liegen an der römischen Straße, die das Valsugana mit dem Etschtal verbindet, und sie haben dafür bezahlt: Heere zogen hier durch, und Vigolo Vattaro wurde von trientinischen Aufständischen geplündert. Von 1020 bis 1801 gehörten sie zum Fürstbistum Trient, und im Mittelalter siedelten sich hier deutsche Kolonisten an — vor allem in Centa —, von denen noch viele Familiennamen zeugen. In der Pfarrkirche von Vigolo Vattaro befindet sich ein frühchristliches Relief, vielleicht älter als das siebte Jahrhundert, mit einem Ölbaum und Vögeln. Am vierten Mai 1945 töteten abziehende deutsche Soldaten in Vattaro sieben Partisanen: eine Gedenktafel erinnert an sie.

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