Schutzpatron von Passignano sul Trasimeno ist der heilige Christophorus, gefeiert am 25. Juli. Die ihm geweihte, heute als Friedhofskirche dienende Kirche ist eine alte Pieve, vor dem Jahr 1000 auf den Ruinen eines älteren heidnischen Tempels errichtet.
Der auf einem Vorgebirge am Nordufer des Trasimenischen Sees gelegene, zu den „schönsten Dörfern Italiens“ zählende Ort entwickelte sich vor allem in der Neuzeit, zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert: Eben im 16. Jahrhundert entstanden sowohl die Renaissancekirche San Rocco als auch das wahrscheinlich von Mariotto Radi entworfene Heiligtum Madonna dell'Oliveto. Am höchsten Punkt des Ortes steht die in mittelalterlicher Zeit erbaute Rocca, die heute das Bootsmuseum beherbergt, mit Booten vom Trasimenischen See, aus Piediluco und dem Padule di Fucecchio. Im 15. Jahrhundert stand das Gebiet unter der Herrschaft der mächtigen Familie Degli Oddi, die zahlreiche Besitzungen rund um den Trasimenischen See hatte, in Vernazzano, Montalera, Castiglione del Lago und andernorts, sowie die Grafschaft Laviano im Chiugi.