Der Name kommt wohl von der Hirse, dem Getreide, das man hier einst säte, und die Ähre ist im Wappen geblieben. Im sechsten Jahrhundert verlief hier die Grenze zwischen Byzantinern und Langobarden, und die beiden ältesten Kirchen, San Vitale und die Anconese, sind byzantinische Zeichen; dann kam der Ort zur Scodosia, dem langobardischen Bezirk von Montagnana.
Unter Venedig lieferte Megliadino Hanf bester Qualität für die Arsenale. Das Verhältnis zu Montagnana aber war ein Auf und Ab: 1490 angegliedert, nach neun Jahren wieder selbständig, 1587 erneut angegliedert und erneut im Streit um die Loslösung. Es ging nicht nur um Zölle: indem Montagnana die Sümpfe trockenlegte, nahm es den Leuten von Megliadino das Weideland. Im neunzehnten Jahrhundert trieb die Pellagra zwei Ströme hinaus: ganze Familien nach Amerika, Männer allein nach Österreich, Frankreich und Preußen.
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Außerhalb von Megliadino San Vitale, aber als Ausflug gut erreichbar.
