Der Platz von Crespino heißt piazza Fetonte, und im Wappen steht er selbst: der Sohn der Sonne, der, nachdem er die Pferde nicht mehr hielt, in die Wellen des Po stürzt. Die Sage lässt ihn hier herunterkommen, kurz bevor sich der Fluss ins Delta öffnet. Der Ort war übrigens bis 1815 nicht venezianisch, sondern ferraresisch: er lag in der Transpadana, dem Teil des Gebiets von Ferrara jenseits des Po.
Im Jahr 1805 erhoben sich etwa fünfzig Arbeiter gegen die Steuern, verwüsteten das Rathaus und vernichteten die Register; dann wurde die Miliz entwaffnet und die Tore den Österreichern geöffnet. Napoleon unterschrieb am 11. Februar 1806 in den Tuilerien ein Strafdekret: doppelte Steuern und Stockschläge statt Gefängnis. Am Ende wurde der Ort begnadigt, im Tausch gegen die Erschießung eines Fischhändlers.
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