Riva del Po entstand am ersten Januar 2019 aus der Fusion von Berra und Ro, und es war keine einstimmige Entscheidung: beim beratenden Referendum vom siebten Oktober 2018 lagen die Befürworter bei etwa zweiundfünfzig Prozent. Dann musste sich die neue Gemeinde ein Bild geben, und auch das wählten die Einwohner: 2021 wurden die Entwürfe des Wappens einer öffentlichen Umfrage unterzogen, und der Sieger ging nach Rom, wo das Verleihungsdekret 2022 eintraf. Die Gonfalone dagegen hat noch kein eigenes Dekret. Der Sitz der Verwaltung ist in Berra, doch die Gemeinde bleibt eine verstreute: Häuser und Kirchen verteilen sich auf Ro, Serravalle, Cologna, Ruina und die übrigen Orte, und keiner ist Hauptort der anderen.
Das Wappen ist, aus der Nähe gelesen, ein in Figuren geschriebener Vertrag. Die brennende Fackel, die für die Freiheit steht, kam schon aus dem Wappen von Berra, eine der beiden Hälften brachte also Eigenes in das Neue ein. Das Mühlrad, das in die Wellen des Flusses eintaucht, erinnert an die Schiffmühlen, die auf Booten montiert und in der Strömung vertäut jahrhundertelang das Korn an beiden Ufern des Po mahlten: ein Gewerbe, das die zwei Ufer gemeinsam hatten, lange bevor sie eine Gemeinde gemeinsam hatten. Und der Stern hat acht Spitzen, weil acht Gemeinschaften das neue Gebilde bilden. Es ist kein Wappen, das von einem Gründer oder einer Schlacht erzählt: es zählt die Teile und hält sie zusammen.