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🖼️ Museen

Gallerie dell'Accademia

📍 Venezia, Venetien · 84/100

Am Fuß der Accademia-Brücke, im Sestiere Dorsoduro, bewahren die Gallerie die bedeutendste Sammlung venezianischer und venetischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert: Giovanni Bellini, Giorgione, Tizian, Tintoretto, Veronese, Carpaccio, Canaletto. Der Sitz ist selbst ein Denkmal, gebildet aus der Kirche Santa Maria della Carità, dem Kloster der Lateranensischen Chorherren, das Andrea Palladio 1561 begann und nie vollendete, und der Scuola Grande della Carità, 1260 gegründet und damit die älteste der venezianischen Scuole Grandi.

Das Museum verdankt seine Entstehung den napoleonischen Aufhebungen: Als Klöster und Kirchen der Stadt geschlossen wurden, kamen die Werke, die der Zerstreuung entgingen, an die Accademia di Belle Arti, die ihre Sammlungen am 10. August 1817 für das Publikum öffnete. 1879 wurden die Gallerie von der Kunsthochschule unabhängig, teilten sich das Gebäude mit ihr aber noch bis 2004.

Sehenswertes

Der Rundgang umfasst fünf Jahrhunderte: die Goldgrundtafeln von Paolo und Lorenzo Veneziano, die großen Leinwände von Vittore Carpaccio mit den Geschichten der heiligen Ursula, den Zyklus der Wunder der Kreuzreliquie, die Werke von Giorgione, Cima da Conegliano und Lorenzo Lotto, bis hin zum Venedig des Settecento, wie es Canaletto, die Guardi und die Porträtmalerin Rosalba Carriera sahen. Das berühmteste Stück ist allerdings eine Zeichnung: der Vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci, so zerbrechlich und lichtempfindlich, dass er nur alle sechs Jahre für wenige Wochen gezeigt werden darf.

Der Besuch

Ein Raum verdient besondere Aufmerksamkeit: die Sala dell'Albergo der Scuola, wo Tizians Darstellung Mariä im Tempel (1538) noch immer die Wand einnimmt, für die sie gemalt wurde, unter einer hölzernen Kassettendecke des 15. Jahrhunderts. Ein großer Teil der Einrichtung des 20. Jahrhunderts trägt dagegen die Handschrift von Carlo Scarpa, der zwischen 1944 und 1960 unter der Leitung von Vittorio Moschini Säle und Wege neu durchdachte.

Tipp der Redaktion

Nimm dir mindestens eine halbe Stunde für den Ursula-Saal und folge Carpaccios Erzählung Leinwand für Leinwand wie einem illustrierten Roman. Und wenn du hinausgehst, steig auf die Accademia-Brücke: Der Blick über den Canal Grande zur Salute ist der natürliche Abschied von Malern, die genau dieses Wasser gemalt haben.

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