Das Älteste, was hier bewahrt wird, ist nicht das Heiligtum selbst, sondern ein Gemälde. Die „Santa Maria della Stella“ stammt aus dem 14. Jahrhundert, das Kloster des Santissimo Crocifisso in Forenza dagegen aus dem 17., drei Jahrhunderte später. Die Anlage entstand als Konvent und umfasst das Heiligtum, das ihr den Namen gibt: Dort wird eine hölzerne Christusfigur verehrt, ein Kruzifix aus Holz aus dem 17. Jahrhundert, so alt wie die Mauern, die es umgeben.
Sehenswertes
Drinnen gibt es drei Dinge, und sie gehören drei verschiedenen Epochen an. Das hölzerne Kruzifix, das dem Ort den Namen gegeben hat und Ziel der Verehrung ist. Die Leinwandbilder des 16. Jahrhunderts, ein Jahrhundert älter als der Bau. Und das Gemälde der Santa Maria della Stella aus dem 14. Jahrhundert, das älteste Stück der gesamten Anlage.
Nebeneinandergestellt sagen diese Daten mehr, als man denkt. Das Gebäude ist aus dem 17. Jahrhundert, die Leinwände aus dem 16., die Madonna aus dem 14.: Die Ausstattung ist älter als ihr Behältnis, und ein Teil dessen, was man hier sieht, kam von anderswo oder hat einen Vorgängerbau überstanden. Nur das Kruzifix ist zusammen mit dem Kloster entstanden.
Der Besuch
Für Besucher zählt vor allem das Heiligtum, denn dort stehen die Skulptur und die Bilder. Erwarten Sie keine Museumsöffnungszeiten: Geöffnet wird zu den Gottesdiensten, und in einem so kleinen Ort wie Forenza fragt man besser vorher in der Pfarrei oder im Rathaus nach, vor allem außerhalb der Sommermonate. Drinnen sollten Sie zuerst nicht nach dem Kruzifix suchen, das findet Sie von selbst, sondern nach dem Gemälde aus dem 14. Jahrhundert.
Tipp der Redaktion
Betrachten Sie die Werke nach ihrem Alter und nicht nach ihrem Standort: zuerst die Santa Maria della Stella, dann die Leinwände des 16. Jahrhunderts, zuletzt das hölzerne Kruzifix. In zwanzig Minuten haben Sie drei Jahrhunderte durchquert und das wahre Verhältnis zwischen diesem Gebäude und seinem Inhalt verstanden: Das Kloster aus dem 17. Jahrhundert kam zuletzt und wurde zum Hüter von Werken, die schon vorher da waren.
