Bis 1419 war das Gebiet ein Lehen der Da Prata, die es verloren, als die Republik Venedig sie besiegte und ihre Güter einzog; zivilrechtlich hing es von der Patriarchenburg Meduna ab. Genau bekannt ist das Datum, an dem die alte Form der Selbstverwaltung endete: 1819 ersetzte die Gemeinde dritter Klasse auf Anordnung eines Rundschreibens die allgemeine Einberufung der estimati, also die Versammlung derer, die im Steuerregister standen, durch den Gemeinderat — und blieb ohne eigenes Amtslokal. In einem Ort dieser Größe stehen sieben unter Schutz gestellte venetische Villen: eine, in Rivarotta, wurde auf den Ruinen eines Kamaldulenserklosters des dreizehnten Jahrhunderts errichtet, eine andere, aus dem siebzehnten Jahrhundert, ist heute das Rathaus. In dessen Eingang steht die Bronzebüste Gasparo Gozzis, dessen Familie ein Haus in Visinale besaß: nach ihm ist das Gemeindetheater benannt.
Der Name ist ein prediale, er kommt also vom Landgut eines Römers namens Pacilius — derselbe Name, der hinter Pasian di Prato steht, auf der anderen Seite der friaulischen Ebene. Doch die Leute haben ihn auf viele andere Weisen erklärt: mit dem Familiennamen Pase, mit einem Frieden, der hier geschlossen worden sei, mit passus amnis, der Flussfurt, und sogar mit phasianum, dem Fasan. Die zweite Hälfte des Namens ist dagegen jung: der Zusatz di Pordenone wurde 1968 amtlich, als die Provinz geschaffen wurde. Hier unten trifft die Livenza auf den Meduna. Und seit den siebziger Jahren bildet Pasiano zusammen mit Prata und Brugnera, was man das Möbeldreieck nennt: drei benachbarte Gemeinden, die von Möbeln leben. Von hier stammt der Regisseur Damiano Damiani.