Der Österreichische Soldatenfriedhof St. Jakob/Bozen (italienisch Cimitero militare austro-ungarico di Bolzano) ist ein Kriegsfriedhof entlang der Staatsstraße, beim Ort St. Jakob, neben dem italienischen Soldatenfriedhof.
Sehenswertes
Im Friedhofsbereich sind insgesamt 3938 Gefallene bestattet, davon 1502 Soldaten des Ersten Weltkriegs; in einem angrenzenden Feld ruhen auch 142 deutsche Gefallene des Zweiten Weltkriegs. Die Gräber sind durch Kreuze und Grabsteine, einzelne und gemeinsame, sowie durch weitere Denkmäler gekennzeichnet. In der Mitte des Friedhofs steht die Maria-Hilf-Kapelle im neuromanischen Stil, 1897 nach einem Entwurf von Johann Bittner errichtet, demselben Architekten wie die Herz-Jesu-Kirche in Bozen.
Der Friedhof, der älteste Soldatenfriedhof der Provinz Bozen, entstand 1874 auf dem sogenannten Telseracker auf Wunsch des Militärveteranenvereins Bozen, um die österreichisch-ungarischen Gefallenen des österreichisch-piemontesischen Krieges von 1848 und des preußisch-österreichischen Krieges von 1866 zu bestatten. Später wurden hier auch die österreichisch-ungarischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs und später verstorbene Veteranen beigesetzt. 1917 wurde der Friedhof von Gustav Nolte, dem Bozner Stadtbaumeister, tiefgreifend umgestaltet und erweitert. Heute wird die gesamte Anlage vom Verein zur Pflege des Soldatenfriedhofes St. Jakob/Bozen betreut.
Der Besuch
Der Friedhof liegt in St. Jakob, entlang der Staatsstraße, in Bozen; Öffnungszeiten und Zugang sind zu prüfen, da die herangezogenen Quellen sie nicht nennen. Es ist eine Begräbnisstätte, man besucht sie daher in Stille und mit Respekt.
Tipp der Redaktion
Betrachten Sie die neuromanische Maria-Hilf-Kapelle in der Mitte des Friedhofs und denken Sie daran, dass derselbe Architekt, Johann Bittner, in Bozen auch die Herz-Jesu-Kirche entwarf.



