Sesto al Reghena

Provinz: Pordenone · Region: Friaul-Julisch Venetien · Einwohner: 6.319 · PLZ: 33079

Der Ort trägt den Namen eines Meilensteins. Sesto kommt von einer Wendung wie ad sextum lapidem, der sechste Stein: hier stand eine mansio sechs römische Meilen von Concordia Sagittaria entfernt, und der Name ist der der Entfernung geblieben. Die erste Erwähnung steht in der Urkunde von 762, mit der die Abtei Santa Maria in Silvis jener von Nonantola geschenkt wurde, «in loco qui vocatur Sexto»; der Zusatz al Reghena, nach dem Wasserlauf, der den Ort streift, wurde per Dekret erst 1867 angefügt. Die Abtei war wenige Jahrzehnte vor jener Urkunde gegründet worden. Im Jahr 899 zerstörten sie die Ungarn, im folgenden Jahrhundert erstand sie wieder und wurde befestigt, von 1441 bis 1786 war sie keine Abtei mehr, sondern eine Kommende, also eine Pfründe, und wurde erst 1921 wieder Abtei.

Wer eintritt, geht unter der Hölle hindurch. Die Vorhalle ist ganz mit dem Zyklus der Hölle, dem des Paradieses und dem des heiligen Michael bemalt, Werke aus der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts, der Werkstatt des Antonio da Firenze zugeschrieben; dann tritt man in den Vorraum mit drei romanischen Schiffen, einer massiven Decke des fünfzehnten Jahrhunderts und Fresken des dreizehnten. Außerhalb des Ortes liegt der Brunnen von Venchieredo, einer der Orte der friaulischen Literatur: Ippolito Nievo siedelte dort einige Seiten der «Confessioni d'un italiano» an. Und innerhalb der eigenen Grenzen spricht die Gemeinde zwei Sprachen: Furlanisch in Bagnarola und Ramuscello, Venetisch im Hauptort und in Marignana und Mure.

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